Gebt mir root-Rechte !
Posted in Debian, Linux, OpenSuse, Ubuntu & Co on Mai 7th, 2008 by osfightMan sollte niemals als root User in Linux arbeiten, da man in Linux wirklich alles in kürzester Zeit zerstören kann. Deshalb ist es oft nötig Programme als root unter einem anderen Benutzeraccount auszuführen, das gleiche gibt es auch in Windows.
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Suse fragt sogut wie immer nach, wenn ein Programm root-Rechte benötigt. Möchte man aber Systemdateien in der Konsole löschen, kopieren, etc. oder Programme installieren, benötigt man root-Reche. Dafür öffnet man eine Konsole und gibt
su
→ su steht für “super user” und bezeichnet den root auf Linux (entspricht dem Administrator auf Windows)
ein, woraufhin man zur Eingabe des Passworts gefragt wird. Das wird nun schnell eingetippt, wobei beim Eintippen keine Rückmeldung kommt und bestätigt schließlich mit Enter. Man sollte sich im klaren sein, dass man nun in einer Konsole alles tun und lassen kann was man möchte, auch verschieben / löschen von Systemdateien. Im Prinzip kennt man das vielleicht aus alten MS DOS-Tagen, wo man mit dem Befehl
Format c:
sein System vernichten konnte. Also, vorsicht als Laie !
Andere Befehle sind
su userXYZ
→ mit su userXYZ kann man auch zu einem beliebigen Benutzer wechseln, insofern man dessen Passwort kennt und landet direkt in dessen Homeverzeichnis
exit
→ mit exit beendet man die Anmeldung unter einem anderen Benutzer in der Konsole
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Ubuntu kennen prinzipiell keinen root-User wie z.B. Suse. Man verlässt sich dort ganz auf den sudo-Befehl,
sudo
→ sudo steht für SuperUser Do und führt Programme als anderer Benutzer aus, z.B. root
der es ermöglicht einen Befehl als anderer Benutzer mit entsprechenden Rechten auszuführen. Auf Windows entspricht das der Option “Ausführen als …”, wobei im allgemeinen keine Beschränkung auf dem Admin liegt.
Ein Gleichsetzen zwischen dem Windows Pendant und sudo ist nicht möglich, da sudo als Unix- / Linuxbefehl voll konfigurierbar ist und jedem Benutzer explizite Rechte zur Ausführung eines anderen Befehls zuweisbar sind. (Für weitere Informationen siehe hier)
Führt man als erster einfacher Benutzer in Ubuntu o.ä. einen Befehl über sudo aus, wird man direkt nach dem Passwort des angemeldeten Benutzers gefragt. In dieser Hinsicht ist also der “einfache” User auch root. Neue Benutzer müssen der Gruppe “admin” zugewiesen werden um sudoer zu sein.
Mit
sudo -s
kann man sich ähnlich wie bei Suse eine root-Shell (oder root-Terminal) öffnen und muss so nicht immer Befehle per sudo aufrufen, was aber gerade den Lerneffekt im Umgang mit root-Rechten fördert.
Linuxinformationen über die Befehle erhaltet ihr mit
man su / sudo
→ generell kann man mit dem Manual-Befehl sich immer einen Überblick über einen Befehl verschaffen, sowie dessen Optionen
info su / sudo
→ noch ausführlichere Informationen erhaltet ihr, insofern ein Info-File existiert, welches ihr mit dem Befehl info aufrufen könnt
Quellen / Weiterführende Links
→ Wikipedia, immer gut für einen ersten Überblick
→ gute Beschreibung des Unterschieds von su und sudo und Benutzung von sudo
→ Anleitung zur Konfiguration von sudo mit visudo